Calendario d'Italia

Entdecke Tag für Tag Italiens Geschichte, Persönlichkeiten und Kultur 

Mit unserem Calendario d’Italia kannst du Italien Tag für Tag neu entdecken. Hinter jedem Datum erwartet dich eine Geschichte über Persönlichkeiten, Ereignisse, Traditionen, Kunst, Literatur oder Orte, die das Land geprägt haben. Manche gehören zum großen historischen Gedächtnis Italiens, andere sind überraschende Fundstücke, von denen selbst viele Italienfans noch nie gehört haben.

Die Texte sind auf Italienisch geschrieben. Schwierige Wörter kannst du direkt nachschlagen und bei Bedarf die vollständige deutsche Übersetzung einblenden. Über die Kalenderkacheln reist du durch die Monate und entscheidest selbst, welche Geschichten du erkunden möchtest.

Der Kalender wächst nach und nach weiter. Schau also regelmäßig vorbei, denn Italien hat an jedem Tag etwas zu erzählen. Inspiriert ist unser Kalender übrigens vom Calendario della memoria von Loescher Editore, mit dem du auch jeden Tag durch die Weltgeschichte reist.

365 giorni d'Italia – Il calendario d'Italia

10 Ottobre

Giuseppe Verdi, la voce dell’Italia

MusikKultur
Nascita
10 ottobre 1813 · Le Roncole, Busseto (Emilia-Romagna)
Morte
27 gennaio 1901 · Milano (Lombardia)
Porträt des italienischen Komponisten Giuseppe Verdi von Giovanni Boldini
Giuseppe Verdi in einem Porträt von Giovanni Boldini aus dem Jahr 1886. Das Gemälde wird heute in der Casa Verdi in Mailand aufbewahrt. Foto: Giovanni Boldini · Public Domain · via Wikimedia Commons

Il 10 ottobre 1813 nasce Giuseppe Verdi a Roncole, vicino a Busseto, e diventa uno dei compositori d’opera più importanti della storia. Al momento della sua nascita il territorio appartiene all’Impero francese di Napoleone, perciò il futuro simbolo della musica italiana viene registrato come cittadino francese. Suo padre gestisce un’osteria e un piccolo negozio, mentre Giuseppe mostra molto presto un grande talento per la musica.

Da ragazzo Verdi studia a Busseto grazie anche all’aiuto del commerciante e appassionato di musica Antonio Barezzi. Nel 1832 tenta di entrare al Conservatorio di Milano, ma viene respinto perché ha superato il limite d’età e la sua tecnica pianistica non corrisponde ai criteri della scuola. Continua allora gli studi privatamente. Il conservatorio che non lo accoglie porta oggi il suo nome.

I primi anni della sua carriera sono segnati da dolorose perdite: in poco tempo muoiono i suoi due figli e sua moglie Margherita. Verdi pensa di abbandonare la musica, ma nel 1842 ottiene un enorme successo alla Scala con Nabucco. Il coro Va’, pensiero diventa una delle pagine più amate della musica italiana e viene in seguito associato alle speranze di libertà e unità del Risorgimentoitalienische Einigungsbewegung.

Verdi trasforma l’opera italiana dando grande forza teatrale ai personaggi e alle loro emozioni. Compone capolavori come Rigoletto, Il trovatore, La traviata, Aida, Otello e Falstaff. La sua musica racconta amore, gelosia, potere, ingiustizia e desiderio di libertà. Le sue melodie raggiungono non soltanto i grandi teatri, ma anche le strade e le case degli italiani.

Durante il Risorgimento il suo nome assume anche un significato politico. La scritta Viva VERDI può essere letta come Viva Vittorio Emanuele Re d’Italia e permette ai sostenitori dell’unità nazionale di esprimere il proprio ideale senza nominarlo apertamente. Verdi partecipa per un breve periodo anche alla vita politica del nuovo Regno d’Italia, ma continua a considerarsi soprattutto un uomo di teatro e un agricoltore.

Negli ultimi anni finanzia a Milano la Casa di Riposo per Musicisti, destinata agli artisti anziani che non hanno abbastanza denaro per vivere. Verdi la definisce la sua opera più bella. Quando muore nel 1901, una folla immensa accompagna il suo funerale. Migliaia di persone cantano Va’, pensiero sotto la direzione di Arturo Toscanini: la musica di Verdi diventa così il saluto collettivo dell’Italia al suo compositore.

Am 10. Oktober 1813 wird Giuseppe Verdi in Roncole bei Busseto geboren und entwickelt sich zu einem der bedeutendsten Opernkomponisten der Geschichte. Zum Zeitpunkt seiner Geburt gehört das Gebiet zum französischen Kaiserreich Napoleons. Deshalb wird der spätere Inbegriff der italienischen Musik zunächst als französischer Staatsbürger registriert. Sein Vater führt eine Gastwirtschaft und einen kleinen Laden, während Giuseppe schon früh eine große musikalische Begabung zeigt.

Als Jugendlicher studiert Verdi in Busseto, wobei ihn der Kaufmann und Musikliebhaber Antonio Barezzi unterstützt. 1832 versucht er, am Mailänder Konservatorium aufgenommen zu werden. Man lehnt ihn jedoch ab, weil er die Altersgrenze überschritten hat und seine Klaviertechnik nicht den Anforderungen der Schule entspricht. Daraufhin setzt er seine Ausbildung privat fort. Das Konservatorium, das ihn nicht aufnimmt, trägt heute seinen Namen.

Die ersten Jahre seiner Karriere werden von schweren Verlusten überschattet: Innerhalb kurzer Zeit sterben seine beiden Kinder und seine Frau Margherita. Verdi denkt daran, die Musik aufzugeben, erzielt aber 1842 mit Nabucco an der Mailänder Scala einen überwältigenden Erfolg. Der Gefangenenchor Va’, pensiero wird zu einem der beliebtesten Stücke der italienischen Musik und später mit den Hoffnungen auf Freiheit und Einheit während des Risorgimento verbunden.

Verdi verändert die italienische Oper, indem er seinen Figuren und ihren Gefühlen eine große dramatische Kraft verleiht. Er komponiert Meisterwerke wie Rigoletto, Il trovatore, La traviata, Aida, Otello und Falstaff. Seine Musik erzählt von Liebe, Eifersucht, Macht, Ungerechtigkeit und dem Wunsch nach Freiheit. Seine Melodien erreichen nicht nur die großen Theater, sondern auch die Straßen und Häuser der Italiener.

Während des Risorgimento erhält sein Name zusätzlich eine politische Bedeutung. Der Schriftzug Viva VERDI kann als Viva Vittorio Emanuele Re d’Italia gelesen werden. Dadurch können die Anhänger der nationalen Einigung ihre Überzeugung ausdrücken, ohne den König offen zu nennen. Verdi beteiligt sich für kurze Zeit auch am politischen Leben des neuen Königreichs Italien, betrachtet sich selbst aber vor allem als Theatermann und Landwirt.

In seinen letzten Lebensjahren finanziert Verdi in Mailand die Casa di Riposo per Musicisti für ältere Künstler, die nicht über genügend Geld zum Leben verfügen. Verdi bezeichnet sie als sein schönstes Werk. Als er 1901 stirbt, begleitet eine gewaltige Menschenmenge seinen Trauerzug. Tausende Menschen singen unter der Leitung Arturo Toscaninis Va’, pensiero: Verdis Musik wird damit zum gemeinsamen Abschied Italiens von seinem Komponisten.

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